16.05.2012
GEAs Girls´ Day: Weibliche Nachwuchstalente von morgen
Bochum, 16. Mai 2012 - Auch in diesem Jahr fand wieder der bundesweite Boys‘ und Girls‘ Day statt, an dem jungen Menschen die Chance geboten wird, eine Tag lang in einen typischen Männer- bzw. Frauenberuf hinein zu schnuppern. Auch die GEA ermöglichte zahlreichen Mädchen den Blick hinter die Kulissen. Ziel des Girls‘ Days bei GEA war es, das Interesse der jungen Mädchen besonders an technischen Ausbildungsberufen und Studiengängen zu wecken und eventuelle Befangenheiten zu beseitigen. Denn diese werden nach wie vor von Jungen dominiert.
Nobue B. von Wurzbach, Head of Corporate Diversity Management der GEA Group, erklärt, wieso sich die GEA seit Jahren regelmäßig beim GEA Girl´s Day beteiligt: „Wir möchten für uns die größtmögliche Anzahl an Talenten sichern. Im Moment ist der Frauenanteil im technischen Bereich noch nicht sehr hoch, sodass wir auch den weiblichen Nachwuchs gezielt ansprechen und für technische Berufe gewinnen möchten.“
Nobue B. Wurzbach kümmert sich seit 2011 bei der GEA um die vielfältige Zusammensetzung der Belegschaft. Ihr Ziel ist es, die Personenvielfalt auf Basis von Kriterien wie Internationalität, Geschlecht, Alter, Bildungshintergrund und Mobilität bei dem Maschinenbauer nachhaltig zu etablieren und zu fördern.
Zu Beginn der ganztägigen Veranstaltung durften die 29 Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren die Produktionsabläufe für Rippenrohrwärmetauscher der GEA Maschinenkühltechnik kennenlernen. Für viele Teilnehmerinnen die erste vorsichtige Kontaktaufnahme mit einer industriellen Fertigung. Dass die Schülerinnen jedoch keine Berührungsängste mit den großen Maschinen in der 6.300m² messenden Produktionshalle haben, wurde schnell deutlich. Im Anschluss besichtigten die Mädchen begleitet von zahlreichen Auszubildenden und Caroline Masquelier, Koordinatorin des Ausbildungsverbunds in Bochum und Herne, das Technologiezentrum der GEA Air Treatment GmbH. Hier konnten die Teilnehmerinnen erleben, wie GEA Geräte vor dem Verkauf u.a. auf Energieeffizienz, Leistung sowie Geräuschentwicklung geprüft werden.
In der zweiten Tageshälfte durften die Mädchen selbst mit einigen Materialien arbeiten, die sie zuvor im Einsatz für die Verarbeitung zu Wärmetauschern gesehen hatten. Mit den eigenen Händen die Materialien zu Kunstwerken zu formen, war für die Teilnehmerinnen ein besonderes Erlebnis: „Ich finde es spannend, dass wir hier selber etwas produzieren können“, erzählt Olivia Nusswald begeistert. Aus Kupferblechen und Metallrohren fertigten die Mädchen Ringe und Ketten sowie Metallmäuse, die in ihrem Aussehen und den großen Kulleraugen sehr an eine bekannte Maus mit eigener Fernsehsendung erinnerten.
Neben der Arbeit mit den GEA Werkstoffen stand auch die Annäherung an Computer-Hardware auf dem Programm: unter Anleitung demontierten die Schülerinnen Computer und Laptops, um ihr Innenleben genau in Augenschein nehmen zu können. Dabei war Sorgfalt gefragt, denn das Ziel war es, die PCs im Anschluss wieder funktionsfähig zusammenzubauen.
„Wir beteiligen uns nun seit vier Jahren aktiv am Girls‘ Day und erhalten seitdem viel mehr Bewerbungen von Mädchen für Praktika im Ingenieursbereich“, so Caroline Masquelier. Die fünfzehnjährige Melissa Postler ist ein gutes Beispiel: Sie hat bereits am Girls‘ Day im vergangenem Jahr teilgenommen und anschließend gleich ein Praktikum bei der GEA gemacht. Darüber sagt sie: „Obwohl ich ein Mädchen bin, wurde ich von den männlichen Kollegen sofort super integriert.“ Jetzt hat sie ein Ingenieursstudium fest im Blick.
Organisiert wurde der diesjährige Girls‘ Day bei der GEA übrigens von Lisa-Maria Brzeszniak, einer Fachinformatikerin in der Anwendungsentwicklung im Bereich der Energietechnik im ersten Ausbildungsjahr. „Die Planung im Vorfeld hat mir schon großen Spaß gemacht, die Umsetzung aber noch mehr“, berichtet Sie nach dem erfolgreichen Tag, „Wenn man das Interesse für Technik bei den Mädels wecken kann und dann auch noch erleben kann, dass sie mit Begeisterung bei der Sache sind, ist klar, dass wir alles richtig gemacht haben.“





